Du bist, was du frisst!

Das Sprichwort »Du bist was du isst«, gilt nicht nur für den Menschen. Auch die Gesundheit und Fitness unserer Hunde kann durch die Fütterung maßgeblich beeinflusst werden. Viele Hundehalter machen sich Gedanken dazu, was im Hundenapf ihres Vierbeiners landet.

Während sich das ein oder andere Herrchen oder Frauchen eine Tiefkühlpizza in den Ofen schiebt, wird dem Hund möglichst viel gesunde Abwechslung im Napf geboten. Aber ist das wirklich nötig? Brauchen unsere Hunde Abwechslung und mit welchem Futter ist unser Vierbeiner optimal ernährt? Gibt es schlechtes Futter und können wir unsere Hunde durch Fütterungsfehler tatsächlich krank machen?

Die 3 Hauptnährstoffe  Eiweiss, Fett, Kohlenhydrate
Um zu verstehen, welches Futter für unseren Hund optimal ist, bedarf es etwas Hintergrundwissen. Praktisch alle Nahrungsmittel sind aus den drei Hauptnährstoffen aufgebaut – Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Während Fleisch hauptsächlich aus Eiweiß und Fett besteht, kommen Kohlenhydrate zum größten Teil in pflanzlichen Produkten wie Getreide und Obst oder Gemüse vor. Eiweiß, auch Protein genannt, ist sozusagen der Baustoff des Lebens. Fast alle Körperstrukturen wie zum Beispiel Muskeln, Bindegewebe, Blutgefäße, aber auch Haut und Fell werden aus verschiedensten Eiweißmolekülen zusammengebaut. Kleinste Eiweißbestandteile übernehmen im Körper die wichtigsten Funktionen, sie spielen im Hormonhaushalt eine tragende Rolle, sorgen dafür, dass Nerven ihre Signale weiterleiten können und ohne sie wäre auch das Immunsystem unseres Hundes nicht in der Lage korrekt zu arbeiten.

Damit all das funktionieren kann, hat der Hund einen gewissen Bedarf an Eiweiß, der über die Nahrung gedeckt werden muss. Kommt es zu einer Unterversorgung, wenn Hunde zum Beispiel sehr kohlenhydrat- oder fettreich gefüttert werden, dann kann der Bedarf nicht mehr gedeckt werden, oft äußert sich das in erster Linie durch schlechte Fellqualität oder den Abbau von Muskelmasse. Auch starker Wurmbefall kann zu einer Unterversorgung an Eiweiß führen.

Kommt es zu einer Überversorgung an Eiweiß über das Futter – das ist der Fall wenn Hunde sehr fleischreich ernährt werden – ist das für einen gesunden Hund nicht weiter schädlich. Der Organismus kann diesen Überschuss dann für die Energiegewinnung heranziehen. Eiweiß ist allerdings kein optimaler Energieträger. Im Futter gibt es Nährstoffe, die besser für die Energiegewinnung herangezogen werden können, was uns zu den Fetten und Kohlenhydraten bringt. Fette können pflanzlicher oder tierischer Natur sein. Pflanzlich kennen wir sie als diverse Öle, tierische Fette kommen vor allem im Fleisch vor. Fett ist äußerst energiereich. 1 Gramm Fett hat fast achtmal so viel Energie wie ein Gramm Eiweiß. So nimmt ein Hund mit sehr viel weniger Futtermenge eher an Gewicht zu, wenn das Futter sehr fettreich ist. Das kann für Hunde, die sehr aktiv sind und viel Energie benötigen, ein Segen – für dicke Hunde, die abnehmen sollen aber auch Fluch sein.

Fette haben aber auch andere wichtige Funktionen im Körper, so sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren wichtig für den Aufbau von Zellwänden und Nerven, sie spielen unter anderem auch eine große Rolle bei der Weiterleitung von Signalen im Körper und sie haben einen wesentlichen Einfluss in der Entstehung von Entzündungsreaktionen, was vor allem für Arthrose-Patienten wichtig sein kann. So gibt es beim Menschen mittlerweile Untersuchungen, dass allein durch die Gabe von einem ausgewogenen Verhältnis von speziellen ungesättigten Fettsäuren vermutlich eine gewisse Schmerzreduktion bei Arthrose-Patienten erreicht werden kann. Viele Hundehalter kennen mehrfach ungesättigte Fettsäuren unter dem Namen Omega 3- und 6-Fettsäuren. Vor allem Pflanzliche Öle sind reich an diesen ungesättigten Fettsäuren, aber auch in manchen tierischen Produkten, wie Fisch, sind sie in größerer Menge zu finden. In Fertigfutter sind diese Fettsäuren bereits enthalten, bei selbstzubereiteter Fütterung müssen hochwertige Öle regelmäßig zugesetzt werden.

Kohlenhydrate kommen in größter Anzahl in pflanzlichen Nahrungsmitteln vor. Nimmt ein Hund Kohlenhydrate über das Futter auf, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder er kann diese Kohlenhydrate gut verwerten, dann werden diese im Darm solange aufgespalten, bis am Ende nur mehr sogenannte Einfachzucker übrig bleiben, welche dann vom Darm ins Blut übergehen und dem Körper als Energie zur Verfügung stehen. Dass Hunde mittlerweile Kohlenhydrate besser verwerten können als Wölfe, hat eine schwedische Studie im Jahr 2013 herausgefunden (Erik Axelsson et al., 2013). Hunde können demnach Stärke um ein Vielfaches besser verdauen als Wölfe, sie haben sogar ein Gen, das sonst nur bei Pflanzenfressern vorkommt.

Getreide im Futter?
Die andere Möglichkeit ist, dass der Hund die Kohlenhydrate in Form von sogenannten Ballaststoffen aufnimmt, das sind Ketten aus vielen Einfachzuckern, die so miteinander verbunden sind, dass die Verdauung des Hundes diese Ketten nicht aufbrechen kann. Diese Ballaststoffe kommen in Gemüse oder aber auch in Getreide oder Hülsenfrüchten vor. Sie haben im Hundefutter eine wichtige Aufgabe, sie dienen im Darm des Hundes den erwünschten Darmbakterien als Nahrungsgrundlage. Ob diese Ballaststoffe nun ursprünglich in Form von Gemüse oder auch Weizenkleie in den Verdauungstrakt kommen, ist für unseren Hund eher nebensächlich. Die »guten« Darmbakterien freuen sich über jede Art von Ballaststoff und je mehr es von den guten Bakterien im Darm gibt, desto weniger können sich unerwünschte Durchfallerreger festsetzen.

Noch einmal zum kleinsten Bestandteil eines Kohlenhydrates: Glucose, auch Traubenzucker genannt, ist die Energieform, von der das Gehirn und die roten Blutkörperchen leben. Das ist auch der Grund, warum wir Menschen vor Prüfungen Traubenzucker essen. Das Gehirn bekommt so einen schnellen Energie-Booster, die Konzentrationsfähigkeit und das Lernvermögen soll so kurzfristig gesteigert werden. Auch bei Hunden funktioniert das, wie Untersuchungen mittlerweile zeigen. Es macht also durchaus Sinn einem gesunden Hund kurz vor einer schweren Aufgabe, die Konzentration und Aufmerksamkeit erfordert, etwas Traubenzucker oder Maltodextrin oder andere schnell verfügbare Kohlenhydrate zu füttern.

Zusammenfassend:
• Eiweiß: Baustoff für den Körper, schlechter Energielieferant
• Fett: Der beste Energielieferant, als ungesättigte Fettsäuren viele Funktionen im Körper
• Kohlenhydrate: Guter Energielieferant mit schnell verfügbarer Energie

Verschiedene Arten der Fütterung
(Foto: grafikplusfoto-AdobeStock)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten seinen Hund zu ernähren, egal ob selbst zusammengestellt (Barf oder selbstgekocht), Nassfutter oder Trockenfutter. Wichtig ist ein für den Hund ausgewogenes Verhältnis der drei Hauptnährstoffe und natürlich die Versorgung mit allen nötigen Mineralstoffen und Vitaminen. Fertigfutter hat den Vorteil, dass es wenig Aufwand bedeutet und in der Regel sollten alle Nährstoffe, Mineralstoffe und Vitamine enthalten sein, die der Hund benötigt. Leider gibt es aber auch schwarze Schafe auf dem Markt, die sich nicht an gesetzliche Vorgaben halten.  Hier gilt es, sich das Etikett ganz genau durchzulesen, denn oftmals können diese schwarzen Schafe durch das Lesen des Etiketts erkannt werden. Wie liest sich ein Etikett eines Fertigfutters? Auf jedem Futtermittel sollte ein Etikett kleben, welches einige Informationen über das Futter preisgibt. Wichtig für uns Hundehalter sind hier vor allem die Zusammensetzung und die analytischen Bestandteile.

Die Zusammensetzung  ist sozusagen eine Zutatenliste. Bei Trockenfutter sind diese Listen meist etwas ausführlicher, während bei Nassfutter die Zutaten aus Platzmangel auf der Dose oft in Klassen wie »Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse« oder »Getreide« zusammengefasst werden. Der Futtermittelhersteller kann selbst entscheiden wie genau er seine Zutaten angeben möchte. Er muss nur die Zutat, die am meisten im Futter vorkommt, an die erste Stelle setzen. So kann erkannt werden, aus welchen Komponenten ein Hundefutter hauptsächlich zusammengesetzt ist. Je ausführlicher die Zusammensetzung beschrieben wird, desto besser kann abgeschätzt werden, was so in den Hund hineinwandert. Vor allem für Allergiker ist das besonders wichtig.

Neben der Zusammensetzung müssen auch Zusatzstoffe ausgewiesen werden. Zusatzstoffe können Konservierungsstoffe im Trockenfutter sein oder auch extra zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe. Hundefutter kommt im Normalfall nicht ohne den Zusatz von einigen Vitaminen und Mineralstoffen aus, zumindest nicht, wenn es als Alleinfutter deklariert ist, der Hund also von diesem Futter alleine leben können sollte. Es ist daher nicht immer sinnvoll, ein Futter komplett ohne Zusatzstoffe zu kaufen, denn einige haben tatsächlich Sinn und sind wichtig für den Hund.

Die analytischen Bestandteile sagen uns etwas über den Gehalt der Hauptnährstoffe aus. Grob und vereinfacht zusammengefasst: Fett wird als Rohfett angegeben, Eiweiß als Rohprotein, Rohfaser sind die Ballaststoffe und Rohasche bezeichnet vor allem Mineralstoffe und andere unverdauliche Stoffe neben den Ballaststoffen. Bei Nassfutter muss auch immer ein Feuchtigkeitsgehalt mit angegeben werden. Die Werte sind alle in Prozent angegeben und beziehen sich auf die Menge im Futter. Wie viele Kohlenhydrate sich im Futter befinden, kann errechnet werden indem man von 100% alle anderen Werte abzieht.

Nassfutter enthält, wie der Name schon sagt, viel mehr Feuchtigkeit als Trockenfutter. Während sich der Wassergehalt in Dosen bei 65-85% bewegen kann, enthält Trockenfutter nur 8-12% Wasser. Das ist vor allem für die Futtermenge wichtig zu wissen, denn Wasser enthält keine Energie, und je mehr Wasser in einem Hundefutter enthalten ist, desto mehr muss in der Regel gefüttert werden. Kaustangen wie Ochsenziemer enthalten kaum Feuchtigkeit und haben deshalb sehr viel Energie. Das muss besonders beachtet werden, wenn der Hund abnehmen muss.

Jeder Hundehalter sollte für seinen Hund individuell entscheiden, welches Futter für seinen Hund das richtige ist. So kann für einen Hund, der sich sehr viel bewegt, wie ein Schlitten- oder Jagdhund ein Futter mit viel Energie, also einem hohen Fett- und Kohlenhydratgehalt optimal sein, während ein Hund der Muskeln aufbauen soll, z.B. nach einer Operation, eher einen niedrigeren Fett- und höheren Eiweißgehalt benötigt.

Möchte man ganz genau wissen, was in welcher Menge im Hund landet, hat man die Möglichkeit das Futter selbst zusammenzustellen und entweder roh (= BARF) oder gekocht zu verfüttern. Hierbei sollte man sich etwas auskennen und wissen, was ein Hund benötigt. Versucht man ohne Kenntnisse und Überlegungen das Futter selbst zusammenzustellen, kann es passieren, dass der Hund bei manchen Nährstoffen komplett über- oder unterversorgt ist.

Eine optimale Barf-Ration besteht aus folgenden Zutaten:

•  Kombination aus magerem und fettem Fleisch
•  Gemüse oder Weizenkleie als Rohfaserlieferant
•  Geeignete Komplett-Mineralstoffmischung oder stattdessen Innereien/Lebertran, Jod- und Calciumlieferant, Kupfer-/Zink-Zusatz
•  Bei Bedarf Kohlenhydrate
•  Bei Bedarf Milchprodukte
•  Hochwertige Öle im Wechsel wie Distelöl, Weizenkeimöl, Leinöl, LachsölDer Vorteil beim Selbstzusammenstellen des Futters ist die genaue Kenntnis über die Zutaten, die im Napf landen. Vor allem für sensible Hunde oder Allergiker entscheidend. Durch Anpassungen der Ration können die Menüs an Krankheiten angepasst werden, sodass für die Hunde keine große Umstellung erforderlich ist. Der Vorteil bei gekochtem Futter ist, dass man das Infektionsrisiko durch Bakterien wie Salmonellen bei rohem Fleisch ausschließen kann. Hunde kommen zwar in der Regel mit diesem Erreger besser klar als wir Menschen, allerdings kann er für alte, kranke oder sehr junge Hunde durchaus auch lebensbedrohlich werden. Ansonsten ist gekochtes Futter ähnlich zu behandeln wie rohes, die meisten Vitamine und Mineralstoffe sind sehr hitzebeständig und für Hunde mit sensibler Verdauung kann gekochtes Fleisch besser verträglich sein als rohes.

Besondere Anforderungen:
Welpen

Welpen haben sehr spezielle Anforderungen an das Futter, da sie in kurzer Zeit sehr schnell wachsen. Besonders bei großen Rassen oder Rassen mit genetischer Vorbelastung, was Erkrankungen des Bewegungsapparates betrifft, ist es deshalb sehr wichtig, dass das Futter an das Wachstum angepasst wird. Wachsen Hunde zu schnell, kann es passieren, dass Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie HD oder ED, stärker ausgeprägt zu Tage treten. Das Gerücht, dass der Eiweißgehalt im Futter dafür verantwortlich ist, dass Welpen Probleme mit dem Bewegungsapparat bekommen können, hält sich hartnäckig und ist falsch. Der Energiegehalt ist der entscheidende Faktor, der die Wachstumsgeschwindigkeit bestimmt, daher ist es ganz wichtig, dem Welpen nicht zu viel oder zu energiereiches Futter anzubieten. Denn ein Welpe, der zu viel Energie aufnimmt, wächst schneller, und ein zu schnell wachsender Welpe kann sich nicht optimal entwickeln.

Um ein zu schnelles Wachstum zu verhindern, gibt es sogenannte Wachstumskurven. So kann mithilfe des Endgewichtes genau berechnet werden, in welcher Lebensphase der Welpe welches Gewicht haben sollte. Diese Wachstumskurven gibt es im Internet zu finden oder ein Ernährungsberater erstellt eine individuelle Wachstumskurve für den eigenen Welpen. Damit ist man auf der sicheren Seite und kann die Futtermenge gegebenenfalls anpassen.

Welpen haben außerdem einen anderen ­Vitamin- und Mineralstoffbedarf als erwachsene Hunde. Da die Knochen ihre endgültige Länge erst mit einigen Monaten erreichen, benötigen wachsende Hunde einen viel höheren Gehalt an Calcium, Phosphor und Vitamin D im Futter. Es macht also durchaus Sinn, bei Fertigfutter ein angepasstes Futter speziell für Welpen zu füttern. Bei der Fütterung von Fleisch sollte idealerweise eine geeignete Mineralstoffmischung für Welpen zugefüttert werden. Einem Futter, welches sowohl für Welpen als auch für erwachsene Hunde geeignet ist, sollte skeptisch begegnet werden, denn entweder wird der erwachsene Hund überversorgt oder der wachsende Hund unterversorgt. Auf Erwachsenenfutter stellt man Welpen in der Regel, je nach Rasse und Endgewicht mit 9 bis 12 Monaten um. Die Hauptwachstumsphase ist mit etwa 7-8 Monaten abgeschlossen, bis dahin sollte der Welpe nicht auf Erwachsenenfutter umgestellt werden. Oftmals werden wachsende Hunde zu früh umgestellt, damit der Welpe langsamer wächst. Das hat aber gleichzeitig eine Unterversorgung an Mineralstoffen zur Folge, die der junge Hund aber dringend ­benötigt und das kann sich negativ auf die Gesundheit des Hundes auswirken, auch wenn manche Folgeerscheinungen erst Jahre später ans Licht kommen.

Senioren
Senioren sind prinzipiell wie normale erwachsene Hunde zu behandeln, vor allem, wenn sie noch sehr aktiv und gesund sind. Allerdings kann man mit der Fütterung auch vorbeugend arbeiten, wenn es um die Entlastung der Verdauungsorgane und der Niere geht. So sollte Eiweiß an den Bedarf angepasst werden, das heißt also, dass nur mehr so viel Eiweiß gefüttert wird, wie der Hund gerade benötigt. Vor allem bei Nassfutter oder reiner Fleischfütterung kann es vorkommen, dass der Eiweißanteil höher ist, als der Hund es benötigen würde. Beim Abbau von Eiweiß entsteht Ammoniak, welches von der Leber zu Harnstoff umgewandelt und von der Niere ausgeschieden werden muss. Diese beiden Organe können entlastet werden, wenn die Eiweißzufuhr im Futter an den Bedarf angepasst wird und somit vom Körper weniger Eiweiß-Abfallprodukte abgebaut werden müssen. Um dies zu erreichen kann die Nassfutter- oder Fleischration mit Kohlenhydraten gestreckt werden.
In Trockenfutter ist normalerweise ein höherer Anteil an Kohlenhydraten enthalten, deshalb muss hier nichts zugesetzt werden, allerdings lohnt es sich, bei einem Senior auf den Eiweißgehalt im Futter zu achten. Dieser sollte sich bei einem Trockenfutter zwischen 20 und 25% bei einem Fettgehalt von 9-15% bewegen. Das Eiweiß sollte auch hochverdaulich sein, da bei unseren älteren Semestern die Darmtätigkeit etwas nachlässt. Innereien wie Lunge oder Pansen können dann zu schwer verdaulich sein. Auch mit Kaustangen, die sehr viel Bindegewebe enthalten, welches ebenfalls sehr schwer verdaulich ist, sollte sparsam umgegangen werden. So kann der frühere tägliche Ochsenziemer im Alter plötzlich zum Problem werden und Durchfall oder Magenbeschwerden verursachen.

Sollte das Alter an unseren Hunden nicht spurlos vorüber gegangen sein und sie haben Probleme mit dem Bewegungsapparat, können diverse Gelenkzusätze unterstützend ins Futter gemischt werden. Hier eignet sich vor allem eine Kombination aus Glucosamin, Chondroitinsulfat und Kollagenhydrolysat. Diese Stoffe haben den Ruf den noch gesunden Knorpel im Gelenk etwas stoßfester und robuster zu machen, was vor allem bei Arthrosepatienten von Vorteil ist.

Fazit
Egal ob Welpe, Senior oder erwachsener Hund – welches Futter für welchen Hund passt, muss ganz individuell entschieden werden. In erster Linie muss das Futter dem Hund schmecken und es sollte seinen gesundheitlichen Anforderungen entsprechen. Es gibt heutzutage sehr viele verschiedene Fertigfuttersorten auf dem Markt, so ist für jeden Geschmack und jeden Hund und seinen Halter etwas dabei. Und wer sich dennoch lieber selbst mit der Fütterung seines Hundes auseinandersetzen möchte, kann das Futter mit etwas Kenntnis auch frisch zubereiten und damit noch individueller auf seinen Hund ­eingehen.

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